Podcast Episode 11 – Ein Gespräch über Lebenskunst
Elisabeth Landi-Koptik im Gespräch mit Christoph Röckelein
Elisabeth Landi-Koptik im Gespräch mit Christoph Röckelein
Ein Raum, der schwieg — und trotzdem sprach.
Christoph Röckelein im Gespräch mit Elisabeth Landi-Koptik
„Alles kann einem Menschen abgenommen werden — bis auf eines: die letzte der menschlichen Freiheiten — die eigene Einstellung unter den gegebenen Umständen zu wählen.“
Das ist MenschenWeisheit aus dem Dunkelsten, was Menschen einander antun können.
Im Auftrag von UniNUN besuchten Petra Kama-Welle und ich Elisabeth Landi-Koptik, Vorständin des Viktor E. Frankl Zentrums Wien. Wir trafen uns in dem Haus, in dem Frankl gelebt hatte — in jenem Museum, das sein Denken bewahrt und zugleich lebendig hält. Was wir suchten, war kein akademischer Austausch. Was wir fanden, war Resonanz: zwischen Frankls Gedankengut und der PEDAKTIK, zwischen Logotherapie und dem Studium Generale Lebenskunst.
Frankl hatte es so gefasst:
„Es kommt nie und nimmer darauf an, was wir vom Leben zu erwarten haben — vielmehr lediglich darauf: was das Leben von uns erwartet.“
Das Leben stellt die Fragen. Der Mensch ver-antwortet.
Das ist auch der Kern der PEDAKTIK. Und das Fundament des Studium Generale Lebenskunst. Beide gehen von demselben Menschenbild aus: Der Mensch ist immer — unter allen Bedingungen — ein Subjekt seiner Haltung. Seiner Entscheidung. Seines Lebens. Frankl nannte das die Freiheit zur Stellungnahme. Ich nenne es: das Lebendige lebendiger werden lassen. Elisabeth Landi-Koptik nannte es — schön einfach — GestalterIn sein.
„Herrlich ist es zu wissen, dass die Zukunft — meine eigene und mit ihr die Zukunft der Menschen um mich — irgendwie abhängig ist von meiner Entscheidung in jedem Augenblick.“
Aus diesem Gespräch entstand die UniNUN-Podcast-Episode. Es war ein Vormittag in Wien — zwischen Stille und Tiefe, zwischen Erinnerung und Gegenwart. Kein Protokoll. Sondern eine Begegnung, die nachwirkt.
Viel Freude beim Hineinhören.
