Podcast Episode 8 – Ein Gespräch über Lebenskunst
Henning Koopmann im Gespräch mit Christoph Röckelein
Henning Koopmann im Gespräch mit Christoph Röckelein
Lebenskunst und Wirtschaft – ein Gespräch mit Henning Koopmann im Rahmen des Studium Generale Lebenskunst der UniNUN
Was hat Wirtschaft mit Lebenskunst zu tun? Und wie lassen sich Sinn, Menschlichkeit und unternehmerisches Handeln miteinander verbinden? In diesem Podcast begegnen sich Henning Koopmann und Christoph Röckelein zu einem Gespräch, das klassische Vorstellungen von Wirtschaft bewusst erweitert.
Henning Koopmann arbeitete im Top-Management unterschiedlicher Konzerne. Seit 2013 ist er selbstständig tätig und arbeitet vor allem mit NGOs, Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen. Im Zentrum seines Denkens steht die Verbindung von Mensch, Sinn und Dienstleistung. Wirtschaft ist für ihn kein rein funktionales System, sondern ein Raum menschlicher Beziehungen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Im Gespräch wird deutlich, wie sehr diese Haltung biografisch gewachsen ist. Henning beschreibt seinen eigenen Weg – von einer stark verstandesorientierten Perspektive hin zu einer Haltung, die stärker vom Fühlen, von Intuition und innerer Klarheit geprägt ist. Coaching und persönliche Entwicklung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Diese Verschiebung verändert nicht nur den Blick auf Arbeit, sondern auch auf das eigene Leben.
Christoph Röckelein ordnet diese Erfahrungen in den Kontext der Bildungsarbeit der UniNUN ein. Dabei rücken immaterielle Aspekte von Bildung in den Fokus: Beziehungen, Kommunikation und Wahrnehmung. Es geht um Fähigkeiten, die sich nicht einfach messen lassen, aber entscheidend dafür sind, wie wir handeln und miteinander umgehen.
Ein weiterer zentraler Gedanke ist die Entfaltung in Organisationen. Henning beschreibt, wie sich positive und oft unerwartete Entwicklungen dort zeigen, wo Menschen mit einer offenen, zugewandten Haltung agieren. Wirtschaft wird hier als lebendiger Prozess sichtbar – nicht als starres System, sondern als etwas, das sich im Miteinander gestaltet.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs verschränken sich die Begriffe Selbstführung und Lebensführung. Für Henning sind sie im Kern identisch: Es geht um die Kunst, ein gelungenes Leben zu führen. Selbstführung bedeutet dabei vor allem, bewusst mit sich selbst umzugehen – wahrzunehmen, was ist, und zu reflektieren, was sich verändern darf. Achtsamkeit wird so zu einer zentralen Praxis, die alle Lebensbereiche durchzieht: von Beziehungen über Selbstfürsorge bis hin zum Umgang mit der Natur.
Dieser Podcast lädt dazu ein, Wirtschaft neu zu denken – nicht nur als System von Leistung und Effizienz, sondern als Ausdruck menschlicher Haltung und Sinnsuche.
Viel Freude beim Hineinhören.

Podcast Episode 9 – Ein Gespräch über Lebenskunst